5 Onpage-Fehler, die leicht vermieden werden können

Wer sich mit dem Thema SEO auseinandersetzt, wird häufig über das Wort “Linkaufbau” stolpern und der Information, dass man durch Links die Rankings verbessern kann. Das stimmt auch, doch Suchmaschinenoptimierung ist mehr als nur Links aufbauen: Es geht auch darum, der Suchmaschine das Crawlen zu erleichtern und dem Crawler der Suchmaschine mitzuteilen, dass mit unserer Seite alles in Ordnung ist. Außerdem geht es noch darum, der Suchmaschine das Keyword – also das Schlüsselwort, auf das wir ranken möchten – zu verraten. Das ganze nennt sich Onpage, weil es auf der Seite selber geschieht, und wird leider ziemlich oft vergessen oder nur Stiefmütterlich behandelt, obwohl Onpage-SEO auch zu einem guten und erfolgreichen Ranking beiträgt.

Onpage-SEO ist alles das, was auf der Seite selber geschieht. Recht häufig geht es beim Onpage-SEO ums technische und darum, dass Google eine Seite einwandfrei crawlen, also durchsuchen, kann. Und genau dass ist auch wichtig für Google: Eine Seite, mit der die Suchmaschine keinerlei technischen Probleme hat. Nur dann kann Google auch hergehen und die Seite den Nutzern empfehlen. Ich möchte in diesem Artikel auf 5 klassische Onpage-Fehler hinweisen, die sich leicht vermeiden lassen, aber immer wieder zu finden sind.

1) PageSpeed zu niedrig

Google möchte dem Nutzer Webseiten empfehlen, die auch empfehlenswert sind und nicht nur, weil sie am meisten Backlinks haben. Ein wichtiger Faktor ist dabei zum Beispiel die Ladegeschwindigkeit einer Webseite, die Google “PageSpeed” nennt. Hierfür hat Google sogar ein eigenes Tool herausgebracht, welches als Chrome-Extension und auch als Webapp verfügbar ist.

Damit wurde klar, dass der PageSpeed ein Rankingfaktor ist, da man ihn nun also messen und optimieren kann. Wer seine Webseite mit dem Tool von Google testet, erhält einen Wert zwischen 0 und 100. Je höher der Wert, desto besser, denn Google sagt: 100 von 100 ist am besten. Nach Ausführung des Tools gibt es sogar noch Tipps mit Verbesserungsvorschlägen, wie ihr den PageSpeed optimieren könnt. An diese sollte man sich halten, um eben den PageSpeed nach oben treiben zu können.

2) Sprechende URLs

Oft findet man in den URLs von Seiten noch den reinsten Zeichendschungel, obwohl man doch auf sprechende URLs setzen sollte, da in dieser auch Keywords untergebracht werden können. “Sprechende URLs”? Genau! URLs, die gelesen werden können und nicht einfach nur Zeichen und Parameter enthalten. So wird zum Beispiel aus

http://www.domain.tld/index?site=69

folgende URL:

http://www.domain.tld/sprechende-url

Das sieht nicht nur eleganter aus, sondern gibt auch die Möglichkeit, die Relevant zum Dokument zu steigern, da in der URL Keywords untergebracht werden können.

3) Überschriften & Zwischenüberschriften

Überschriften und Zwischenüberschriften schaffen Struktur in einem Text, was dem Leser zu gute kommt. Überschriften (H1-H6) sind aber auch für Suchmaschinen wie Google wichtig. Überschriften sagen dem Nutzer, worum es im folgenden Text geht – was natürlich auch die Suchmaschine interessiert, da diese auch wissen möchte, worum es im Text und auf der Seite geht. So kann Google eine Seite bestimmten Schlüsselwörtern zuordnen, ohne auf die Anchor-Texte von eingehenden Backlinks achten zu müssen.

Leider werden Überschriften und Zwischenüberschriften immer wieder vergessen oder gar nicht beachtet, obwohl man hier auch noch mal Keywords unterbringen kann, die für Google sogar sehr wichtig sind. Fazit: Zwischenüberschriften und Überschriften nutzen und einen Pluspunkt bei Google verdienen!

4) Fehlende interne Verlinkung

Ein wichtiger Punkt bei der Onsite-Optimierung ist die interne Verlinkung. Sie ist deshalb wichtig, dass Nutzer sowie Google sich zurecht finden und schnell auf andere Seiten gelangen können, ohne großartig suchen oder endlos viele Klicks tätigen muss. Wer clever intern verlinkt kann außerdem einige Seiten gezielt stärken: So sucht man sich Projektinterne Hubpages (Seiten, die von außen und intern gut verlinkt wurden und Linkpower haben) heraus und schaut, dass man schwächere Seiten mit internen Links von diesen Hubpages stärkt. Intern kann ruhig mit harten Money-Keywords verlinkt werden.

5) Der Title-Tag

Auch der Title-Tag spielt in der Onsite-Optimierung eine wichtige Rolle: Er sorgt nämlich dafür, dass Nutzer über Google auf eure Webseite gelangen. Und das wiederum sorgt für eine hohe CTR, was für Google ein Faktor von vielen ist, wenn es ums Ranking geht. Außerdem spielen die Keywords im Title eine Rolle, denn der Title ist das, was die Nutzer zuerst von einer Seite sehen – zumindest wenn das Snipped bei Google angezeigt wird. Ist das Keyword im Title enthalten, ist die Seite für dieses Keyword relevant. Ist das Keyword nicht enthalten, reduziert sich die Relevanz natürlich, was aber nicht bedeutet, dass man auf dieses Keyword nicht mehr ranken kann.

Oft wird vergessen, dass exakt passende Keyword, auf das man ranken möchte, in den Title zu setzen. Ein schwerer Fehler, denn nicht nur für Google ist das Keyword im Title wichtig, sondern auch für den Nutzer: Das Keyword wird nämlich fett in den Suchergebnissen dargestellt und zieht damit Aufmerksamkeit auf sich. Leider sieht man es immer wieder, dass der Title nicht optimiert wird, also weder ansprechend ausschaut noch Keywords enthält.

Fazit

5 Fehler, die sich leicht und schnell beheben lassen und schon einiges bringen. Auch wenn die meisten SEOs weniger Wert auf Onpage-Optimierung legen, so lässt sich schon mit einer guten Basis der ein oder anderen Ranking-Vorteil genießen. SEO ist eben mehr als Linkbuilding, denn es gehört auch dazu, den Nutzern und auch dem Crawler von Google eine bestmögliche Basis zu bieten, wie zum Beispiel eine Webseite, die schnell lädt und relevante Inhalte, die miteinander via interne Verlinkungen verbunden sind.

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Florian vom OnpageDoc September 7, 2014 at 14:21

Was auch selten erwähnt wird, aber eigentlich ganz einfach vermieden werden kann: Gleiche Produkte unter mehreren URLs anzubieten, weil diese in verschiedenen Kategorien angeboten werden. Die Folge sind dann ein Aufblähen des Indexes und oft steht dann die falsche Landingpage zu dem gewünschten Begriff ganz oben.
Aber auch ansprechende Inhalte mit Videos, Bilder und Grafiken und diese jeweils optimiert sind in der Regel zügig umgesetzt und können die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen um ein Vielfaches steigern und die Conversionrates stark verbessern.

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O. Deno December 15, 2015 at 09:37

Den Artikel finde ich sehr interessant. Ich möchte von Joomla zu Wordpress wechseln und das Thesis-Theme verwenden. Ich bin auf der Suche nach einer deutschsprachigen Thesis-Community oder Blog um möglichst zügig die Umstellung ausführen zu können. Es ist sehr hilfreich wenn es Seiten wie diese gibt, danke.

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